Eine Richterin in Texas hat die Klage von Elon Musks Plattform X gegen mehrere Großkonzerne abgewiesen. X konnte den Vorwurf des unfairen Wettbewerbs gegen Unilever, Mars, Lego und eine Werbebranchenvereinigung nicht belegen.
X hatte im August 2024 Klage eingereicht und den Unternehmen einen koordinierten Boykott vorgeworfen. Die Plattform behauptete, Dutzende Mitglieder einer internationalen Werbeorganisation hätten sich abgesprochen, um X mehrere Milliarden US-Dollar an Werbeeinnahmen vorzuenthalten.
Die beklagten Unternehmen hatten ihre Werbeaktivitäten bei Twitter und später X reduziert oder eingestellt. Grund waren Bedenken, dass ihre Anzeigen nach Musks Lockerung der Inhaltsregeln neben extremistischen Beiträgen erscheinen könnten. Die Firmen befürchteten rufschädigende Kontexte und negative Auswirkungen auf ihre Marken.
Musk erklärte wiederholt, dass die Anzeigenerlöse von X nach seiner Übernahme von Twitter im Oktober 2022 um etwa 50 Prozent zurückgegangen seien. Die Klage zielte insbesondere auf eine Brancheninitiative ab, die Anforderungen an Werbeplattformen aufstellt.
Später integrierte Musk die Plattform X in seine KI-Firma xAI, die wiederum von seinem Weltraumunternehmen SpaceX übernommen wurde. Dadurch ist X nicht mehr ausschließlich auf eigene Werbeerlöse oder direkte Finanzspritzen von Musk angewiesen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Unternehmen verklagte X wegen Werbeboykott?
X verklagte Unilever, Mars, Lego und eine Vereinigung von Werbetreibenden wegen angeblich koordiniertem Boykott.
Warum zogen sich Werbekunden von X zurück?
Die Unternehmen befürchteten, dass ihre Anzeigen nach Musks Lockerung der Inhaltsregeln neben extremistischen Beiträgen erscheinen könnten.
Um wie viel sanken die Werbeeinnahmen von X?
Laut Musk halbierten sich die Anzeigenerlöse von X nach seiner Twitter-Übernahme im Oktober 2022 um etwa 50 Prozent.
Wer gehört X jetzt nach der Umstrukturierung?
X wurde in Musks KI-Firma xAI eingebracht, die wiederum von seinem Weltraumunternehmen SpaceX übernommen wurde.
