
Klarer Punktsieg im Tottenham Hotspur Stadium
Der frühere Schwergewichtsweltmeister Tyson Fury feierte am Samstag nach 476 Tagen Pause ein erfolgreiches Comeback. Der 37-jährige Brite besiegte den Russen Arslanbek Machmudow im Tottenham Hotspur Stadium einstimmig nach Punkten über 12 Runden in seinem 38. Profikampf.
Kontexte
Fury hatte bereits fünfmal sein Karriereende erklärt, bevor er erneut in den Ring zurückkehrte. Der letzte Kampf des “Gypsy King” fand im Dezember 2024 statt, als er seine zweite Niederlage gegen Oleksandr Usyk kassierte. Machmudow war 2023 von dem deutschen Schwergewichtler Agit Kabayel besiegt worden.
Herausforderung an Anthony Joshua
Noch im Ring forderte Fury lautstark ein Duell mit Anthony Joshua. “Ich will euch den Kampf geben, auf den ihr alle wartet”, rief der 37-Jährige der Menge zu. Der 36-jährige Joshua, der als Gast anwesend war, zeigte sich zurückhaltend: “Verträge werden verschickt, und dann sehen wir uns vielleicht im Ring.”
Kampfverlauf und Dominanz
Nur die erste Runde gehörte Machmudow, danach kontrollierte Fury das Geschehen souverän. Ab der vierten Runde verfehlten immer mehr Schläge des Russen ihr Ziel, während der konditionell stärkere Fury die Oberhand behielt. 2015 hatte Fury erstmals durch seinen Sieg gegen Wladimir Klitschko die WM-Krone gewonnen.
Hintergrund der Comeback-Serie
Tyson Fury durchlebte nach seinem ersten WM-Triumph 2015 gegen Wladimir Klitschko eine schwere persönliche Krise und kämpfte drei Jahre lang nicht. Seitdem prägten mehrere Rücktritte und Comebacks seine Laufbahn. Der Kampf gegen Machmudow markiert einen weiteren Wendepunkt in der turbulenten Karriere des britischen Schwergewichts, das nun auf einen lukrativen Kampf gegen Anthony Joshua hofft.
Einschätzungen und Bewertungen
Boxexperte Steve Bunce sieht in Furys Auftritt einen “soliden, aber nicht spektakulären Start ins neue Kapitel seiner Karriere”. Nach Ansicht des ehemaligen Weltmeisters David Haye demonstrierte Fury “die nötige Ringkontrolle nach der langen Pause, auch wenn der Glanz vergangener Auftritte fehlte”. Promoter Frank Warren betonte, dass “ein Kampf zwischen Fury und Joshua nun realistischer denn je” erscheine.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange war Tyson Fury außer Gefecht?
Tyson Fury kehrte nach einer 476-tägigen Kampfpause in den Ring zurück.
Gegen wen kämpfte Fury bei seinem Comeback?
Fury besiegte den russischen Boxer Arslanbek Machmudow einstimmig nach Punkten.
Will Fury gegen Anthony Joshua kämpfen?
Ja, Fury forderte Joshua noch im Ring zu einem Duell heraus und kündigte an, Verträge zu verschicken.
Wie oft hat Fury sein Karriereende erklärt?
Der britische Boxer hatte bereits fünfmal sein Karriereende verkündet, bevor er erneut zurückkehrte.
