Friedrich Merz gehört zu den einflussreichsten Politikern der CDU und gilt als heißer Anwärter auf die Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2025. Der 68-jährige Sauerländer führt seit Januar 2022 die Christlich Demokratische Union und prägt mit seinem wirtschaftsliberalen Kurs die Oppositionsarbeit im Bundestag. Seine politische Laufbahn begann bereits in den 1980er Jahren, wobei er zwischen 1994 und 2009 als Bundestagsabgeordneter fungierte und zeitweise sogar als möglicher Nachfolger von Angela Merkel galt. Nach einer erfolgreichen Karriere in der Privatwirtschaft, unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Deutschland, kehrte Merz 2021 in die aktive Politik zurück. Seine Positionen zu Wirtschaftspolitik, Migration und Außenpolitik sorgen regelmäßig für Diskussionen und machen ihn zu einer der polarisierendsten Figuren der deutschen Politik. Mit seiner Erfahrung aus Wirtschaft und Politik positioniert er sich als Alternative zur aktuellen Ampel-Koalition unter Bundeskanzler Olaf Scholz.
Politische Laufbahn und CDU-Vorsitz
Friedrich Merz wurde am 11. November 1955 in Brilon geboren und studierte Rechtswissenschaften in Bonn und Marburg. Seine politische Karriere begann 1989 mit dem Einzug in den Bundestag, wo er bis 2009 verschiedene Führungspositionen innehatte. Als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion von 2000 bis 2002 etablierte er sich als wichtige Stimme der Union. Besonders bekannt wurde seine Forderung nach einer «deutschen Leitkultur» im Jahr 2000, die bundesweite Debatten auslöste.
Nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik 2009 arbeitete Merz als Rechtsanwalt und Unternehmensberater. Von 2016 bis 2020 war er Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Niederlassung des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock, was ihm ein geschätztes Jahreseinkommen von über einer Million Euro einbrachte. Diese Tätigkeit sorgte später für Kritik bezüglich möglicher Interessenkonflikte.
Im Dezember 2021 kündigte Merz seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz an, nachdem Armin Laschet nach der verlorenen Bundestagswahl zurückgetreten war. Am 22. Januar 2022 wurde er mit 94,62 Prozent der Delegiertenstimmen beim CDU-Parteitag in Berlin zum Parteivorsitzenden gewählt. Sein Gegenkandidat Norbert Röttgen erhielt nur 5,38 Prozent der Stimmen.
Positionen und Kanzlerschaftsambitionen
Als CDU-Vorsitzender vertritt Merz einen klar wirtschaftsliberalen Kurs und kritisiert regelmäßig die Politik der Ampel-Koalition. In der Migrationspolitik fordert er eine «Notlage» auszurufen und Zurückweisungen an den deutschen Grenzen durchzusetzen. Seine Aussage, Deutschland befinde sich in einer «De-facto-Rezession», sorgte im September 2023 für Aufsehen und Widerspruch von Wirtschaftsminister Robert Habeck.
In Umfragen liegt die CDU unter Merz’ Führung konstant vor der SPD. Laut ARD-DeutschlandTrend vom Oktober 2023 würde die Union 32 Prozent der Stimmen erhalten, während die SPD bei 18 Prozent steht. Merz selbst erreicht in Politikerumfragen regelmäßig Plätze in den Top 5, auch wenn seine Beliebtheitswerte schwanken.
Verbindungen zu wichtigen politischen Akteuren
Merz’ Verhältnis zu Angela Merkel gilt als angespannt, nachdem sie ihn 2002 als Fraktionsvorsitzenden ablöste. Zu Markus Söder, dem CSU-Vorsitzenden, pflegt er eine strategische Partnerschaft, wobei beide als mögliche Kanzlerkandidaten der Union gehandelt werden. Mit Bundeskanzler Olaf Scholz liefert sich Merz regelmäßige verbale Duelle im Bundestag, die als «Schlagabtausch» in den Medien bezeichnet werden. Seine Kritik an Außenministerin Annalena Baerbocks Ukraine-Politik und an Wirtschaftsminister Robert Habecks Energiepolitik prägt die Oppositionsarbeit der CDU.
International pflegt Merz Kontakte zu konservativen Politikern wie dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und unterstützt eine starke transatlantische Partnerschaft. Seine Haltung zur Ukraine-Hilfe und zu NATO-Verpflichtungen deckt sich weitgehend mit der Regierungslinie, während er in der China-Politik einen härteren Kurs fordert.
Friedrich Merz hat die CDU erfolgreich in die Opposition geführt und gilt als wahrscheinlicher Kanzlerkandidat für 2025. Seine Mischung aus wirtschaftlicher Erfahrung und politischer Routine macht ihn zu einem ernstzunehmenden Herausforderer für die amtierende Regierung, auch wenn seine polarisierenden Positionen sowohl Zustimmung als auch Kritik hervorrufen.
Häufig gestellte Fragen
Seit wann ist Friedrich Merz CDU-Vorsitzender?
Friedrich Merz ist seit dem 22. Januar 2022 Vorsitzender der CDU. Er wurde mit 94,62 Prozent der Delegiertenstimmen beim Parteitag in Berlin gewählt.
Welche Positionen hat Merz in der Wirtschaft bekleidet?
Merz war von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Deutschland, dem weltgrößten Vermögensverwalter. Zudem arbeitet er als Rechtsanwalt und Unternehmensberater.
Wie stehen die Umfragewerte der CDU unter Merz?
Unter Merz’ Führung liegt die CDU in Umfragen konstant vor der SPD. Laut ARD-DeutschlandTrend erreicht die Union etwa 32 Prozent, während die SPD bei 18 Prozent steht.
Was sind Merz’ wichtigste politische Forderungen?
Merz fordert einen wirtschaftsliberalen Kurs, Zurückweisungen in der Migrationspolitik, eine härtere China-Politik und kritisiert die Ampel-Koalition scharf in Energie- und Wirtschaftsfragen.
Wird Merz Kanzlerkandidat der Union 2025?
Friedrich Merz gilt als wahrscheinlichster Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl 2025, auch wenn eine offizielle Entscheidung noch nicht getroffen wurde.

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