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Deutschland führt Lungenkrebs-Screening für Hochrisiko-Patienten ein

Deutschland führt Lungenkrebs-Screening für Hochrisiko-Patienten ein

Deutschland führt ein systematisches Lungenkrebs-Screening für Hochrisiko-Patienten ein, das ab 2024 durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird. Das Programm richtet sich an Personen zwischen 50 und 75 Jahren mit einer Rauchergeschichte von mindestens 25 Packungsjahren.

Niedrigdosis-CT als Schlüssel zur Früherkennung

Das Screening basiert auf der Niedrigdosis-Computertomographie (LDCT), die bereits in ersten Pilotprojekten in Deutschland getestet wurde. Diese Methode kann Lungentumoren bereits in einem Stadium erkennen, in dem sie noch keine Symptome verursachen. Studien zeigen, dass durch regelmäßige Untersuchungen die Sterblichkeit bei Lungenkrebs um bis zu 20 Prozent reduziert werden kann.

Zielgruppe und Teilnahmekriterien

Berechtigt zur Teilnahme sind Personen, die mindestens 30 Jahre geraucht haben oder seit weniger als 15 Jahren mit dem Rauchen aufgehört haben. Das Screening soll alle zwei Jahre durchgeführt werden und umfasst neben der CT-Untersuchung auch eine ausführliche Beratung zur Raucherentwöhnung.

Implementierung und Kosten

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten von etwa 150 Euro pro Untersuchung. Zunächst werden bundesweit 50 zertifizierte Zentren das Screening anbieten, die Zahl soll bis 2026 auf 200 Standorte ausgeweitet werden.

Kontekst

Lungenkrebs ist mit über 45.000 Neuerkrankungen jährlich die dritthäufigste Krebsart in Deutschland und führt die Statistik der krebsbedingten Todesfälle an. Die späte Diagnose – oft erst im fortgeschrittenen Stadium – macht die Erkrankung besonders tödlich. Internationale Erfahrungen aus den USA und anderen europäischen Ländern zeigen, dass systematische Screening-Programme die Überlebenschancen deutlich verbessern können.

Думки та оцінки

Nach Ansicht von Prof. Dr. Michael Thomas, Direktor der Thoraxklinik Heidelberg, stellt das neue Screening-Programm einen wichtigen Fortschritt in der Lungenkrebsvorsorge dar. «Die Früherkennung kann Leben retten, besonders bei Hochrisiko-Patienten», betont der Onkologe.

Die Deutsche Krebsgesellschaft begrüßt die Einführung des Programms. «Deutschland schließt damit eine wichtige Lücke in der Krebsvorsorge», erklärt deren Sprecher Dr. Johannes Bruns.

Kritisch äußert sich hingegen die Bundesärztekammer zu möglichen Überdiagnosen. «Wichtig ist eine sorgfältige Aufklärung über Nutzen und Risiken des Screenings», mahnt Präsident Dr. Klaus Reinhardt.

Häufig gestellte Fragen

Wer hat Anspruch auf das Lungenkrebs-Screening?

Personen zwischen 50 und 75 Jahren mit einer Rauchergeschichte von mindestens 25 Packungsjähren oder die seit weniger als 15 Jahren mit dem Rauchen aufgehört haben.

Wie oft wird das Lungenkrebs-Screening durchgeführt?

Das Screening soll alle zwei Jahre mittels Niedrigdosis-Computertomographie durchgeführt werden.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für das Screening?

Ja, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ab 2024 die Kosten von etwa 150 Euro pro Untersuchung für berechtigte Personen.

Wie viele Screening-Zentren gibt es in Deutschland?

Zunächst starten 50 zertifizierte Zentren bundesweit, bis 2026 soll die Zahl auf 200 Standorte ausgeweitet werden.

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