
In den Gefängnissen Nordrhein-Westfalens wurden 2024 insgesamt 1.713 Drogenfunde registriert. Das Justizministerium verzeichnete dabei einen deutlichen Anstieg bei Neuen Psychoaktiven Stoffen (NPS), während Cannabis weiterhin die häufigste entdeckte Droge blieb.
Verteilung der Drogenfunde nach Substanzen
Die Statistik des Justizministeriums zeigt eine klare Verteilung der gefundenen Substanzen: 1.045 Funde betrafen Cannabis, 533 NPS-Designerdrogen, 87 Opioide, 58 Amphetamine und 42 Kokain. Zusätzlich wurden 262 Funde unter der Kategorie «Sonstige» verbucht. Da bei einzelnen Kontrollen verschiedene Drogen gleichzeitig entdeckt wurden, unterscheidet sich die Gesamtzahl der Funde von der Summe der einzelnen Substanzen.
Anstieg bei Designerdrogen im Jahresvergleich
Im Vergleich zu 2023 zeigt sich eine besorgniserregende Entwicklung: Während damals 1.945 Fundereignisse registriert wurden, stieg die Zahl der NPS-Designerdrogen von 490 auf 533 Fälle. Diese Substanzen können als farb- und geruchsneutrale Flüssigkeiten auf Papier oder Textilien aufgetragen werden, wodurch sie bei herkömmlichen Post- oder Haftraumkontrollen schwer erkennbar sind.
Neue Technologien zur Drogenerkennung
Um der wachsenden Herausforderung zu begegnen, testet die JVA Rheinbach seit einigen Monaten einen Ionenscanner zur Erkennung von Designerdrogen. Diese neue Technologie soll helfen, die schwer nachweisbaren NPS-Substanzen effizienter zu identifizieren und den Drogenschmuggel in Haftanstalten zu reduzieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Drogenfunde gab es 2024 in NRW-Gefängnissen?
2024 wurden in NRW-Gefängnissen insgesamt 1.713 Drogenfunde registriert.
Welche Drogen werden am häufigsten in Gefängnissen gefunden?
Cannabis ist mit 1.045 Funden die häufigste Droge, gefolgt von NPS-Designerdrogen mit 533 Fällen.
Was sind NPS-Designerdrogen und warum sind sie schwer zu entdecken?
NPS sind Neue Psychoaktive Stoffe, die als farb- und geruchsneutrale Flüssigkeiten auf Papier aufgetragen werden können.
Wie hat sich die Zahl der Designerdrogen-Funde entwickelt?
Die NPS-Funde stiegen von 490 im Jahr 2023 auf 533 im Jahr 2024.
Welche neuen Methoden werden zur Drogenerkennung eingesetzt?
Die JVA Rheinbach testet seit einigen Monaten einen Ionenscanner zur besseren Erkennung von Designerdrogen.
