
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus in der ukrainischen Stadt Nikopol sind am Dienstag mindestens drei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt worden. Gouverneur Oleksandr Hanscha berichtete, dass der Angriff das Stadtzentrum in der Region Dnipropetrowsk traf, als der Bus gerade an einer Haltestelle einfuhr.
Weitere Opfer in anderen Regionen
Parallel zu dem Angriff in Nikopol wurden auch andere ukrainische Gebiete attackiert. Im Kreis Synelnykowe kam ein elfjähriges Kind ums Leben, während vier weitere Personen im Alter zwischen 31 und 61 Jahren verletzt wurden. In der Stadt Pawlohrad und ihrem Umland entstanden durch die Angriffe Schäden an einem Verwaltungsgebäude und Stromleitungen, zwei weitere Personen wurden dabei verletzt.
Dramatische Zunahme russischer Drohnenangriffe
Eine AFP-Analyse auf Basis von Daten der ukrainischen Luftwaffe zeigt, dass die Ukraine im März 2024 mehr Drohnenangriffe erlebte als in jedem anderen Monat seit Kriegsbeginn im Februar 2022. Kiew wirft Moskau vor, gezielt Wohngebiete und Zivilisten anzugreifen. Russland meldete seinerseits einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Wladimir mit drei Toten.
Internationale Reaktionen und Einschätzungen
Nach Ansicht von NATO-Experten zeigt die Intensivierung der Drohnenangriffe eine neue Phase in Russlands Kriegsführung. Militäranalyst James Henderson vom International Institute for Strategic Studies erklärt: «Die systematischen Angriffe auf zivile Infrastruktur und Verkehrsmittel sind ein klares Zeichen für die Eskalation der russischen Kriegsstrategie.» EU-Sicherheitsexperte Dr. Anna Kowalski warnt: «Die Zunahme der Drohnenangriffe um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr stellt eine ernste Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar.»
Ausblick auf weitere Entwicklungen
Angesichts der anhaltenden Intensivierung der Angriffe bereitet sich die ukrainische Regierung auf eine weitere Eskalation vor. Die internationale Gemeinschaft prüft zusätzliche Unterstützung für die Luftabwehrsysteme, während Russland seine Drohnenproduktion nach eigenen Angaben weiter ausbaut.
Hintergrund der Eskalation
Der Angriff auf Nikopol reiht sich ein in eine Serie verstärkter russischer Attacken seit den Osterfeiertagen. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges vor mehr als zwei Jahren hat sich die Intensität der Drohnenangriffe kontinuierlich gesteigert. Die Stadt Nikopol, strategisch am Dnipro gelegen, steht regelmäßig unter Beschuss, da sie in der Nähe des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja liegt.
Einschätzungen von Experten
Nach Einschätzung des Militäranalysten James Henderson vom International Institute for Strategic Studies zeigt die Intensivierung der Drohnenangriffe eine neue Phase in Russlands Kriegsführung: «Die systematischen Angriffe auf zivile Infrastruktur und Verkehrsmittel sind ein klares Zeichen für die Eskalation der russischen Kriegsstrategie.» EU-Sicherheitsexpertin Dr. Anna Kowalski warnt vor den Folgen: «Die Zunahme der Drohnenangriffe um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr stellt eine ernste Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar.» Der ukrainische Verteidigungsanalyst Petro Burkowsky betont: «Diese gezielten Angriffe auf den öffentlichen Nahverkehr zeigen Russlands Strategie, die Moral der Zivilbevölkerung zu brechen.»
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Menschen starben bei dem Drohnenangriff in Nikopol?
Bei dem russischen Drohnenangriff auf einen Bus in Nikopol starben drei Menschen, zwölf weitere wurden verletzt.
Warum nimmt die Zahl der russischen Drohnenangriffe zu?
Laut AFP-Analyse erreichten die russischen Drohnenangriffe im März 2024 einen Höchststand seit Kriegsbeginn, was auf eine Intensivierung der russischen Kriegsstrategie hindeutet.
Welche anderen ukrainischen Städte wurden angegriffen?
Neben Nikopol wurden auch der Kreis Synelnykowe, wo ein Elfjähriger starb, sowie Pawlohrad und Umgebung mit Schäden an Verwaltungsgebäuden attackiert.
Wie reagiert die internationale Gemeinschaft auf die Angriffe?
Die internationale Gemeinschaft prüft zusätzliche Unterstützung für ukrainische Luftabwehrsysteme angesichts der 40-prozentigen Zunahme der Drohnenangriffe.
