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Frankreichs Senat beschließt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige

Frankreichs Senat beschließt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige

Der französische Senat hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der ein Mindestalter von 15 Jahren für die Nutzung bestimmter Social-Media-Dienste festlegt. Das Gesetz soll die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen schützen.

Hintergrund und bisherige Entwicklung

Präsident Emmanuel Macron hatte das Ziel gesetzt, das Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige bereits im kommenden Schuljahr einzuführen. Der Senat passte den ursprünglichen Vorschlag jedoch an: Statt eines kompletten Verbots soll eine Liste schädlicher Onlinedienste per Dekret festgelegt werden. Zu nicht schädlichen bewerteten Diensten sollen unter 15-Jährige weiter Zugang haben, wenn ein Elternteil zustimmt.

Expertenkritik am Wirtschaftsmodell der Plattformen

Eine Untersuchungskommission prangerte das toxische Wirtschaftsmodell der Onlinedienste an, das auf Maximierung der Bildschirmzeit setzt, um Daten zu sammeln und durch personalisierte Werbung zu monetarisieren. Als negative Folgen drohen Schlafstörungen, Bewegungsmangel, Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit sowie Cybermobbing und Kindesmissbrauch.

Nächste Schritte und EU-Abhängigkeit

Der Gesetzentwurf muss noch durch den Vermittlungsausschuss, wo Abgeordnete beider Kammern einen Kompromiss suchen. Kritiker warnen, dass die Unterscheidung zwischen schädlichen und nicht-schädlichen Diensten nicht EU-rechtskonform sei. Frankreich ist bei der Umsetzung auf die EU angewiesen, da nur sie Online-Plattformen zur Altersverifikation verpflichten kann. Australien hatte Ende 2023 als erstes Land weltweit ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Alter dürfen Kinder in Frankreich Social Media nutzen?

Der Senat beschloss ein Mindestalter von 15 Jahren für bestimmte Social-Media-Dienste.

Wann tritt das französische Social-Media-Verbot in Kraft?

Das Gesetz muss noch den Vermittlungsausschuss passieren, wodurch sich das Inkrafttreten verzögert.

Welche Social-Media-Plattformen sind vom Verbot betroffen?

Eine Liste schädlicher Onlinedienste soll per Dekret festgelegt werden.

Können Eltern dem Social-Media-Verbot widersprechen?

Ja, bei als nicht-schädlich bewerteten Diensten ist die Nutzung mit elterlicher Zustimmung erlaubt.

Welche Länder haben bereits Social-Media-Verbote für Kinder?

Australien führte Ende 2023 als erstes Land weltweit ein Verbot für unter 16-Jährige ein.

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